100 Jahre Kobelschutzverein e.V. Startseite Vereinszweck Lageplan 100 Jahre Jahrhundertsturm Juni 2013 Kontakt Impressum Kobelschutzverein
Leider verstarb schon kurze Zeit später, am 25.11.1931, der überaus engagierte Förderer des  Kobelkreuzes, Benefiziat Woldemar Hoffmann. Eine Gedenktafel an der nördlichen Kirchenmauer  erinnert an ihn. Die Gesamtkosten von über 15.000 Reichsmark konnten nicht zuletzt durch die  besonderen Werbemaßnahmen für das Kobelkreuz gedeckt werden. Die stolze Zahl von 1874 Mitgliedern und vor allem das Kassieren des Mitgliedsbeitrages von Tür  zu Tür kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Schon am 5. Februar 1931 trat H.H. Diözesanpräses Josef Karl Oblinger seinen Dienst als neuer  Wallfahrtspriester auf dem Kobel an. Er übernahm mit großem Eifer das Erbe seines Vorgängers  und stellte schon 1933 die Frage eines Kreuzweges am Kobelberg zur Diskussion. Hierzu konnte er  die im Dom zu Augsburg bei der dort 1934 durchgeführten Restauration frei gewordenen, sehr  wertvollen 14 hölzernen Bildtafeln des Bildhauers Beyrer erwerben. Josef Beyrer, geboren am 24. 12.1839 in Lermoos in Tirol, war besonders auf dem Gebiete der  christlichen Kunst tätig. Zahlreiche Kirchen in Schwaben und Oberbayern besitzen Werke aus  seiner Hand. Bei einer durch das Landesamt für Denkmalspflege gutgeheißenen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme wurden hierzu vier Kapellen für einen Kreuzweg errichtet. Architekt Anton Kinseher aus Westheim  erstellte die Planung und leitete auch die Baumaßnahme. Am 13. November 1936  wurde die erste  Kapelle fertig und am 13. Juli 1937 erfolgte die Weihe der gesamten Anlage durch  Abt Placidus  Glogger vom Benediktinerkloster St.Stephan in Augsburg. Alle Kosten wurden von Benefiziat  Oblinger durch Spenden von Privatpersonen gedeckt, sodaß der Kobelschutzverein nur den Grund  und Boden zur Verfügung stellen mußte. Die 13. und 14. Station wurde in der Beichtkapelle der  Kobelkirche aufgestellt. Sie sind heute in zwei Häuschen an der Gartenmauer des  Benefiziatenhauses zu sehen.  Leider  verstarb Benefiziat Oblinger schon kurz danach ( 8. November 1937 ) und Benefiziat Alfred  Steuer, der aus politischen Gründen seine Pfarrei in Windach am Ammersee verlassen mußte,  übernahm das Kobelheiligtum bis zu seinem Tode im Dezember 1982.  
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 7